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Review – Kale & Me Saftkur

Ja ich bin echt neugierig und probiere so ziemlich alles aus, was sich auf den ersten Blick gut anhört bzw. wo ich glaube, mir etwas gutes zu tun. Saftkuren waren mir in dieser Art, wie ich sie bei BloggerInnen öfters verfolgt habe, aber noch nicht bekannt. Ich kannte von meiner Mutter das Heilfasten, aber kaltgepresste Säfte waren mir neu. Mit Argusaugen habe ich die Mädels damals über Snapchat und Instagram verfolgt, die solche Saftkuren über sich ergehen haben lassen und war jedes Mal auf’s neue begeistert, mit welchem Durchhaltevermögen sie das durchgezogen haben. Natürlich hat die eine oder andere des öfters in ihren Snaps geklagt, wie hungrig sie doch sei und auf was sie jetzt gerade Lust hatte – im Nachhinein kann ich das jetzt mehr verstehen denn je. Aber beginnen wir mal ganz am Anfang!

Wie alles begann

Nachdem ich mich durch zahlreiche Instagram Accounts gehantelt hatte, war ich nun fest entschlossen, es auch auszuprobieren und habe mich für die Variante von Kale & Me entschieden – 3 Tage nur kaltgepresste Säfte. Ich besuchte also ihre Homepage und bestellte dieses Paket – 2x, da mein Freund auch mitmachen wollte und ich ihm ehrlich gesagt auch dankbar war, dass ich es nicht alleine durchziehen musste! Gesagt – getan – 4 Tage später waren die Säfte da! Für knapp 180 EUR inkl. Versand war das ein stolzer Preis für 2 Personen – aber was probiert man nicht alles um seinem Körper etwas gutes zu tun 😉

Meine Meinung & ja, ich stehe dazu

Ich möchte nochmals festhalten, dass es sich hierbei ausschließlich um MEINE eigene Meinung handelt und deswegen es nicht heißt, dass die Saftkur schlecht ist! Nein. Ich möchte es deshalb erwähnen, da ich von Mädels, die diese Saftkur auch gemacht haben und meine mit gemischten Gefühlen gedeutete InstaStory verfolgt haben, Nachrichten bekommen habe, ich solle doch trotzdem positiv darüber schreiben, damit es für Kale & Me besser klingt und sich so quasi ja vielleicht mal eine Kooperation ergeben könnte.  Geht’s noch? Nein, ich stelle in meinem Blog nur meine EIGENE Meinung dar, und sonst keine! Nur um das ganze nochmal festzuhalten.

Die Kur

Man trinkt jeden Tag 6 Säfte, also alle 2 h einen Saft. Sie sind nummeriert und so weiß man genau, welcher Saft wann dran ist. Ein paar Tage davor sollte man sich schon gewissenhafter ernähren – also wenig Kohlenhydrate, Koffein oder Nikotin, um den Körper optimal darauf vorzubereiten. Zwischen den Mahlzeiten sollte ganz viel Wasser oder milder Tee getrunken werden!

Die Säfte schmecken alle eigentlich lecker – bei manchen hat man einen Gemüse-Nachgeschmack da oft Gurke, Spinat oder ähnliches enthalten ist. Aber es gibt keinen Saft, den man jetzt nicht „runterbringen“ würde. Los gehts – am Freitag habe ich gestartet. 

Freitag – Day 1:

Während der Arbeit war ich gut abgelenkt und konnte mich nicht so sehr auf das „fehlende Essen“ konzentrieren, die Säfte habe ich eigentlich so nebenbei getrunken. Leichtes Schwindelgefühl, Unterzucker und Kopfwehschübe waren aber ehrlich gesagt schon dabei! Es war jetzt nicht übertrieben heftig, aber bemerkbar. Zwischen den Säften knurrte mein Magen ab und zu und ich griff zum Wasser. Ob ich meinen Körper quälte – naja irgendwie schon. Mein Magen ist es gewöhnt in regelmäßigen Abständen etwas zu bekommen: Nüsse, Apfelspalten, Mandarinen oder dergleichen. Aber irgendwie musste ich das Geknurre jetzt mit Säften stillen und das war schon sehr merkwürdig für ihn und mich. Aber die Devise lautete „durchbeißn„!

Samstag – Day 2: 

Der zweite Tag war am Vormittag leichter zu ertragen, da ich vieles zu erledigen hatte und somit verging das Säfte-Trinken auch ziemlich schnell. Es war eher der Nachmittag, wo das Kopfweh, das Schwindelgefühl und die fast unerträglichen Gelüste nach Essen wieder da waren. Gelüste, die ich sonst echt nie hatte waren plötzlich da. Ich hatte irgendwie schlechtes Gewissen meinem Körper gegenüber und fragte mich dann echt schon: Warum tust du das? Ist es das wert? Teilweise war ich auch echt etwas schlecht gelaunt und konnte dann den letzten Saft fast nicht mehr sehen 😉 Mutwillig griff ich dann fast lieber zum guten alten Leitungswasser als zum Saft! 

Sonntag – Day 3:

Mir war fast etwas übel als ich aufgewacht bin. Mulmig eben – und nicht wie sonst. Abgesehen davon, dass mir mein #morningcoffee echt gefehlt hat, musste wieder der Saft her. Kalter Saft auf nüchternen Magen? Mein Magen begann dann endgültig zu streiken und Bauchkrämpfe waren dann plötzlich mein Begleiter. Ja meine Lieben, ich musste dann über den Tag verteilt öfter die Nasseinrichtungen meiner Wohnung aufsuchen als es mir lieb war. Ich zählte schon die Minuten, bis der letzte Saft endlich leer war und ich es überstanden hatte. Ja, ich war wieder mal echt schlecht gelaunt. Ich habe bei vielen gelesen, dass sie am 3. Tag kein Hungergefühl mehr hatten – kann ich verstehen, hatte ich auch nicht. Nur Bauchweh – but who cares 😉 

Wir haben uns mit Freunden am Nachmittag ein Fußballspiel angesehen und als wir dann am Abend Richtung Heimat fuhren, hatten ein paar die Idee Essen zu gehen. Mein erster Gedanke war: Ich darf nicht! Moment mal, was habe ich gerade gesagt, ich darf nicht? Soweit kommt’s noch! Ich hatte alle Säfte getrunken bis auf die Nummer 6 – also den Abschlusssaft. Da werd‘ ich mir doch wohl was gönnen dürfen, oder? Schwupp – und schon hatte ich eine leckere Pizza Meeresfrüchte vor mir stehen. 

… und genau dann kam mir meine Erkenntnis

Es war, als ob ein kleines Lämpchen über meinem Kopf aufging. Ich ernähre mich zwar sehr gesund, gönne mir aber trotzdem hin und wieder eine leckere Süßigkeit. Und plötzlich sage ich auf einem Wochenende locker 10x „ich darf nicht“ ? Die 3 Tages Saftkur ist meiner Meinung weder auf eine langfristige Denkweise aufgebaut, noch rettet sie in 3 Tagen meinen Körper.

Ich bin der Meinung, dass es einfach viel besser wäre, wenn man das ganze Konzept etwas überdenkt und es zum Beispiel so aufbaut: Man isst z.B. eine Avocado und ein pochiertes Ei zum Frühstück, dazu trinkt man den ersten Saft. Am Vormittag dient ein weiterer Saft dem Snack und zu Mittag gibt es einen Saft und dazu einen leckeren Salat. Am Nachmittag soll ein Saft das Nachmittagshüngerchen übertauchen und um 17 Uhr gibt es ein Vollkornbrot mit z.B. Lachs und dazu einen Saft. Ein süßer Saft, wie #Almyalmond gibt einem dann noch einen süßen Kick vor dem Schlafengehen. So würde ich locker eine Woche aushalten und meinen Körper nicht innerhalb von 3 Tagen überstrapazieren! Ich weiß, dass mein Beispiel jetzt nicht auf Entschlackung aufgebaut ist, aber die 3 Tage sollen meinen Körper endgültig entgiften? 

Es ist mir persönlich alles zu streng, zu kurzfristig, zu schnell und für den Körper zu anstrengend, als meine Idee, die ich euch oben beschrieben habe. Von den Nebenwirkungen mal abgesehen. Wie gesagt, das ist alles meine eigene Meinung und ich würde eine Saftkur nicht weiterempfehlen. 

Nichts ist leichter als sich jeden Tag gesund zu ernähren.

Obst & Gemüse sind mehr als vielseitig dafür. Probiert es doch aus 😉

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1 Comment

  • Reply
    Vannese by Vanessa
    11. Mai 2017 at 12:16

    Toller Beitrag liebe Anna! Ich stimme dir da voll zu ! 🙂 Ich könnte so eine kur gaR nicht machen wegen meinem empfIndlichen magen, das zeigt auch dass es nicht das allerbeste für den körper ist! 🙂 alles Liebe, VaneSsa

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