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Ciao, Venzone

Venzone

Spontane Ausflüge sind ja bekanntlich die besten Ausflüge. Meine liebe Freundin Stephanie und ich zögerten nicht lange, als uns der Gedanke kam, am Samstag die Sonne, frisch gebrühten Kaffee und einer leckeren Pizza in Italien zu genießen. Die erste Wahl fiel auf Tolmezzo, wurde dann aber von der Stadt Venzone überboten, die ich selbst bis dato nicht kannte. Venzone ist eine kleine Gemeinde in der Region Friaul-Julisch Venetien und liegt ca. 1 Stunde vom Plöckenpass (die Grenze zwischen Italien und Österreich von der Gailtaler Seite her gesehen) entfernt. Es ist eine sehr alte Stadt und galt schon 500 v. Christus zu einem bedeutenden Grenzort der Alpentäler. Dieses Feeling war auch sofort zu spüren, als wir dort ankamen. Spaziert man durch den großen steinernen Torbogen in das Zentrum der Stadt, fühlt es sich an, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Das Rathaus ist ein wahrer Palast und eine steinerne Mauer umgibt die Altstadt.

 

Venzone

Venzone

 

Buongiorno Italia!

Venzone

Beeindruckt hatten mich zuallererst die Trümmer eines alten Domes, der vom Erdbeben am 06. Mai 1976 fast zur Gänze zerstört wurde. Sogar ein alter Altar ist noch zu erkennen. Ihr könnt mir glauben, in diesem Moment ist mir schon ein kalter Schauer über den Rücken runtergerutscht. Teile davon wurden restauriert, andere nicht – um ein Mahnmal zu setzen, dass letzten Endes immer die Natur gewinnt. Auch an rekonstruierten Stellen wurde keine neue Fassade angebracht, lediglich wenn es nicht mehr anders möglich war. Venzone ist, so sagen es nun die Dorfbewohner, „wiedergeboren.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt haben wir uns für ein kleines aber feines Cafè am Hauptplatz entschieden, das „Caffe‘ Alla Vecchia Concordia„, dass ich euch nur von ganzem Herzen empfehlen kann. Es liegt sehr zentral direkt in der Mitte der Stadt. Sehr freundliche Damen arbeiten dort drin und man fühlte sich sofort wohl in „bella italia“. Obwohl meine erste Wahl sicher ein Cappuccino gewesen wäre, entschied ich mich für den berühmten italienischen Kakao, der schon fast Pudding ähnelt. Kennt ihr den? Oh Gott, ich liebe ihn und habe ihn schon in meiner Kindheit jedesmal genossen, wenn meine Eltern und ich spontan nach Tarvis gefahren sind um Einkäufe zu erledigen, oder einfach nur um Kaffee trinken zu gehen. Mein Elternhaus liegt nämlich nur eine Viertel Stunde von Tarvis entfernt. Aber nun zurück zu Venzone.

Wer Lavendelliebhaber ist, sollte diese Stadt definitiv besuchen, denn dort gibt es nicht nur 1 Laden, der eine Reihe an Lavendel-Produkten offeriert. Ich für meinen Teil bin durch meine Mama gezeichnet von Lavendel, da der bei uns Zuhause einfach immer ÜBERALL war, und irgendwann macht dann die Nase da nicht mehr mit. #kleinerfunfactamrande

Venzone

Lago di Cavazzo

Nach einem sehr leckeren Kakao und einem süßen Nachtisch beschlossen wir zum „Lago di Cavazzo“ zu fahren. In diesem Fall bereute ich auf Siri auf meinem iPhone vertraut zu haben, die uns nämlich dort über die Autobahn zu diesem See gelotst hatte, obwohl eine ganz normale Seitenstraße auch dorthin führte, naja für’s nächste Mal wissen wir’s! Die Straße führt direkt von Tolmezzo durch den Ort Cavazzo, Alesso und Trasaghis – je nachdem, an welche Stelle des Ufers man möchte.  Dieser See hat eine Länge von ca. 3 km und ist an der tiefsten Stelle 39 m. Bekannt ist dieser See durch den Sommertourismus, da es dort die Möglichkeit des Campens gibt. Viele Fischarten sind auch zu finden, wie Karpfen, Aale, Bachforellen und noch viele mehr. Da wir uns ja noch mitten im Winter befinden, war sehr wenig los, nur ein paar Spaziergänger verirrten sich an den See. Und so auch wir. Ein herrlicher Spazierweg führt um den gesamten See!

 

Venzone

Una Pizza, si!

Gestärkt mit jeder Menge frischer Luft und mit mittlerweile leerem Magen hatten wir eigentlich vor uns in die nächste Pizzeria die uns unterkommt zu setzen und den Ausflug bei einem Glas Vino und einer Pizza Prosciutto ausklingen zu lassen – aber da haben wir leider falsch gedacht. Woran wir leider keine Minute gedacht haben ist die Tatsache, dass in Italien ab 14 Uhr alles geschlossen ist und erst am Abend wieder aufsperrt. So auch am Samstag. Kurzerhand entschlossen wir uns beim riesigen „de Spar“ am Nachhauseweg einzukehren und alles zu kaufen, was unserem Gaumen in diesem Moment munden würde. Gesagt – getan! Es landete so ziemlich alles im Einkaufswagen. Von Banettone mit Schokolade, über Dolce Latte und Gorgonzola, Prosciutto und Materialien für eine Pizza! Wir kaufen uns lediglich eine Pizza Grundlage und belegten Zuhause nach Wahl unsere #pimpmypizza. Und soll ich euch was sagen? Geschmeckt hat’s trotzdem! In solchen Situationen muss man eben einfach spontan sein. Es hatte auch etwas Gutes: Mit salzigen und süßen Naschereien bin ich für die nächste Zeit mehr als eingedeckt.

Nach einen gemütlichen Einkauf ging es dann auch wieder in Richtung Heimat.

If I want to travel more? Yes, I do!

Stephanie und ich haben beschlossen, dass Venzone nicht unser letzter Ausflug für heuer bleiben soll. Italien liegt so nah an unserem Wohnort, dass es ja viel zu schade wäre, dem Nachbarland nicht öfter einen Besuch abzustatten, um andere Regionen kennenzulernen. In einem alten Beitrag Warum ich kein Fernweh habe habe ich euch ja erzählt, dass ich eigentlich kein Fernweh habe, weil ich so gern hier wohne, wo ich bin. Eine kleine Ausnahme werde ich jedoch in Zukunft machen – ein paar Tagestrips werden es in Zukunft dann noch werden!

 

Habt noch einen schönen Sonntag Abend ihr Lieben,

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Vera Z
    15. April 2018 at 20:30

    Oh – den Beitrag hab ich ganz übersehen – da könnt ich doch glatt mal einen Wochenendausflug mit den Kinder machen 🙂 tolle Bilder 🙂

    • Anna
      Reply
      Anna
      26. April 2018 at 7:36

      Ja, das solltest du unbedingt machen :)) LG Anna

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